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Zuckerfreie Ernährung- Geht das überhaupt?

Zucker ist allgegenwärtig – in Getränken, Fertigprodukten und sogar in herzhaften Lebensmitteln. Doch ein übermäßiger Konsum von industriell verarbeitetem Zucker kann langfristig negative Auswirkungen auf den Körper, das Gehirn und sogar die Psyche haben. Deshalb ist es sinnvoll, sich mit der Frage auseinanderzusetzen: Was bedeutet es, zuckerfrei zu leben?

Was bedeutet eine zuckerfreie Ernährung?

Zuckerfrei zu leben bedeutet in erster Linie, auf industriell zugesetzten Zucker zu verzichten. Dazu gehören:

Haushaltszucker: Sowohl weißer als auch brauner Zucker.

Fructose-Glucose-Sirup: Häufig in Softdrinks und vielen verarbeiteten Lebensmitteln.

Maltodextrin, Dextrose und andere versteckte Zuckerarten: Dazu zählen auch Agavendicksaft und Kokosblütenzucker.

Süßigkeiten, Gebäck und verarbeitete Lebensmittel: Diese enthalten oft Zuckerzusätze, die besser gemieden werden sollten.

Natürliche Zuckerquellen, wie sie in Obst oder Gemüse vorkommen, sind in Maßen völlig in Ordnung, da sie mit Ballaststoffen, Vitaminen und Antioxidantien kombiniert sind.

Doch warum ist Zucker so schädlich?

Die negativen Auswirkungen von Zucker auf den Körper sind vielfältig. Ein Blick auf einige der körperlichen und psychischen Folgen zeigt:

Körperliche Auswirkungen:

Ein Zuviel an Zucker kann Blutzuckerschwankungen verursachen, Heißhungerattacken auslösen und das Risiko für Diabetes erhöhen. Darüber hinaus kann Zucker Gewichtszunahme begünstigen, chronische Entzündungsprozesse intensivieren und das Risiko für Bluthochdruck sowie Herzerkrankungen steigern. Auch die Darmflora und das Immunsystem leiden unter einem hohen Zuckerkonsum.

Psychische Auswirkungen: 

Zucker kann Depressionen, Angststörungen und Schlafstörungen begünstigen. Häufig wird ein „Brain Fog“ erlebt, was sich in Konzentrationsschwierigkeiten äußert. Die Stimmung kann schwanken, und in vielen Fällen entwickeln Menschen eine Tendenz zur Zuckerabhängigkeit. 

Wie gelingt der Umstieg auf eine zuckerfreie Ernährung?

Der Übergang zu einer zuckerfreien Ernährung kann herausfordernd sein, aber er ist durchaus machbar. Hier sind einige praktische Tipps, die dabei helfen können:

1. Bewusst einkaufen: Zutatenlisten lesen und Produkte mit Zuckerzusätzen meiden. Viele Fertigprodukte enthalten versteckten Zucker – selbst in Brot, Dressings oder Joghurt. Udn ganz wichtig. Niemals hungrig einkaufen gehen!

2. Natürliche Alternativen nutzen: Haushaltszucker durch natürliche Optionen wie Datteln, Bananen oder Honig (alles aber in Maßen) ersetzen. Dabei sollte auch auf den Fruchtzuckeranteil geachtet werden. Dieser ist nämlich nicht zu unterschätzen, 

3. Selbst kochen: Die Zubereitung eigener Mahlzeiten ermöglicht volle Kontrolle über die Zutaten und hilft, unnötigen Zucker zu vermeiden. 

4. Mehr Proteine und gesunde Fette essen: Eiweißreiche Lebensmittel und gesunde Fette (z. B. Nüsse, Avocado) helfen, den Blutzucker stabil zu halten und Heißhunger zu vermeiden.

5. Schrittweise reduzieren: Zucker langsam reduzieren, um den Körper an die Veränderungen zu gewöhnen.

6. Viel Wasser trinken: Oft wird Durst mit Hunger oder der Lust auf Süßes verwechselt. Ausreichend Wasser kann helfen, dies zu vermeiden.

Es kann verlockend erscheinen, auf Zuckeralternativen wie Xylit oder Erythrit zurückzugreifen. Allerdings könnte dies den Prozess der Zuckerentwöhnung negativ beeinflussen und zu noch stärkeren süßen Gelüsten führen. Unser Darm findet diese Stoffe auch nicht so toll. 

Fazit

Der Verzicht auf Zucker ist ein wundervoller Schritt zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Eine zuckerfreie Ernährung verlangt jedoch ein gewisses Maß an Bewusstsein und Planung, es lohnt sich aber auf jeden Fall!